A wie Autor

Ich bin der fingerphilosoph. Finger ist mein Nachname. Zumindest, wenn ich im Internet unterwegs bin. Es ist nicht der Name, der in meinem Pass steht. Aber er hat doch so viel Ähnlichkeit mit diesem, dass man nicht wirklich von einem Pseudonym reden kann. Ich benutze eine Abwandlung meines richtigen Namens, um es dem BND, der NSA und sonstigen Trollen wenigstens ein bisschen schwerer zu machen. Außerdem habe ich gern ein privates Leben neben dem Internet.

Ich philosophiere hier über Gott und die Welt. Es ist der zweite Anlauf. Ende 2012 habe ich mit dem Blog angefangen und erst mal wahllos drauf los geschrieben. Im Laufe von anderthalb Jahren hat sich für mich nicht nur ein neues Bild vom Menschen, sondern auch ein neues Weltbild herauskristallisiert. Darüber möchte ich nun schreiben. Nicht in wissenschaftlicher Weise, sondern so, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

In der horizontalen Leiste über dem Foto stehen die Artikel, auf die es mir besonders ankommt. Die Blogbeiträge gehen in die Breite, schweifen ab, beleuchten einzelne Aspekte und Folgen und/oder befassen sich mit aktuellen Ereignissen und Entwicklungen. So ist zumindest der Plan. Bis die Seite soweit steht, wird es allerdings noch ein Weilchen dauern.

Gibt’s was zu meinem Werdegang zu sagen? Ja, sicher. Also: Ich habe mich mehrere Jahre lang an der Uni herumgetrieben, als Student wie als Angestellter, ohne je einen ordentlichen Abschluss zu machen. Dafür bin ich mal in diesem, mal in jenem Studiengang aufgetaucht: Philosophie, Geschichte, Sprachwissenschaft, Physik, Informatik, Kunstgeschichte, Literatur. Später im Berufsleben habe ich es auch nicht anders gemacht. Ich war im Verlagswesen wie in der Industrie tätig, an der Universität ebenso wie im Medizinbereich. Eine Zeitlang habe ich sogar mal Brezeln verkauft, und das war nicht der schlechteste Job. Das sieht nicht nach einer steilen Berufskarriere aus, und das war es auch nicht.  Dafür habe ich jedoch erfahren, wie es in verschiedenen Berufen zugeht, was diese verbindet und was sie unterscheidet. Die konkrete persönliche Erfahrung ist meine Basis.

Ich habe einen Traum. Ich träume davon, eines Tages einen Ort zu finden, an dem die Menschen Materie wertschätzen und achtsam handhaben. Einen Ort, an dem Menschen ihre Spiritualität nicht in Gebet und Meditation, sondern im Umgang mit dem Stofflichen leben, auf die Materie hören und sich von ihr inspirieren und führen lassen. Einen Ort, an dem der Alltag spirituell und das Spirituelle die alltägliche Arbeit ist. Ein Materiekloster mit Menschen, die eine tiefe Freude daran haben, Metall, Stein, Holz, Glas, Ton, Papier, Leinen mit ihren Händen zu bearbeiten, nicht um daraus tote Kunst fürs Museum zu machen als vielmehr Gegenstände fürs tägliche Leben, weil sie wissen, dass sich wahre Wertschätzung im Gebrauch ausdrückt und nicht als Bewunderung. Vielleicht werde ich selber so eine Anlage gründen und mich damit vom Materiemönch zum Materieabt befördern. Das Leben ist ja voller Überraschungen.

Kommentare sind willkommen. Ich diskutiere gern. Ich werde jedoch nur Beiträge freischalten, die zum Thema meines Blogs beitragen. Für persönliches und privates Geplänkel ist hier nicht der richtige Ort. Ich hoffe, ihr versteht das.

Wenn ihr mir lieber ein Mail schicken wollt, dann nehmt das erste fettgedruckte Wort aus dem Text, klatscht unmittelbar das @ dahinter und beendet das Ganze mit gmailpunktcom.
Ich hoffe, die Denksportaufgabe überfordert euch nicht. 🙂

Der fingerphilosoph
Marian E. Finger